Europawahl bestimmt die Zukunft

Beim Rundgang durch die Produktion der Firma Osko v.l.: Heinrich Ostkotte, Sohn Ralf Ostkotte, Dr. Markus Pieper, Gerhard Pohl, Christa Lenderich und Bernhard Mieling

Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes war Pieper in die Stadt gekommen, um die mehr als 250 Jahre alte Töpferei kennen zu lernen. Dabei begleiteten ihn die CDU-Vorsitzende Christa Lenderich sowie die Ratskandidaten Gerhard Pohl und Bernhard Mieling.

„Die Europawahl ist äußerst wichtig“, betonte Pieper. „Es geht um die Frage, ob sich ein zentralistisches Europa entwickelt, das sich überall einmischt oder ob es ein Europa wird, das sich nur um Belange kümmert, die allein national nicht entschieden werden können.“ Er sagte, seine Partei  wolle europäische Entscheidungen nur dort, wo ein Land alleine überfordert sei. Zum Beispiel bei der Klimapolitik oder bei Friedensmissionen.

„Ich möchte gerne von Ihnen ein paar „Hausaufgaben`’ mitnehmen, schlug Pieper dem Ehepaar Heinrich und Anne Ostkotte vor. Er erfuhr, dass „Energieeffizienz“ eines der großen Themen für den mittelständischen Betrieb ist. Nachdem Jahrhunderte lang schmucke Töpferwaren aus Ton produziert worden waren, musste im Jahre 2005 aus wirtschaftlichen Gründen auf die Herstellung von Kunststoff-Blumentöpfen umgestellt werden. Die Maschinen sind teuer und ziehen viel Strom. Das Mitglied des Europarates nahm gerne die Anregung auf, mehr Förderprogramme als Anreiz zum Energiesparen auf den Weg zu bringen. Denn moderne Elektromotoren verbrauchen zwar wesentlich weniger als herkömmliche, sind aber auch entsprechend kostspieliger.

Mit der „Milchwirtschaft“ streifte die Diskussion auch Themen abseits der Branche. „Wenn es in Europa eine Partei gibt, die sich für die Belange der Landwirte einsetzt, dann ist es nur die CDU“, formulierte Pieper kompromisslos. Er hob hervor, dass Mengensteuerung und Außenschutz in Form von Milchimportverboten nicht die Lösung sein könne. Pieper sagte er setze sich für eine gerechte Flächenpauschale für die Milchbauern ebenso ein wie für Landschaftsschutz-Förderprogramme. Steuerliche Rücklagemöglichkeiten auf der Basis eines Risikofonds sollten das Auskommen in Krisenzeiten sichern. Für die Milchbauern, so Piper, sei ein ganzes „Paket“ unterstützender Maßnahmen vorgesehen.

„Ich habe Ihr Unternehmen als innovativ und flexibel kennen gelernt“, sagte das Mitglied des Europäischen Parlamentes zu dem Osko-Chef. „Das ist sicherlich auch eine gute Strategie für die gesamte Mittelständische Wirtschaft“.