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Konzept zur Aufwertung der Wallanlagen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die CDU Fraktion beantragt, in Anlehnung an das Stadtentwicklungskonzept (STEK), die Aufwertung der Wallanlagen mit Blick auf die historische Bedeutung auf den Weg zu bringen.

Die Wallanlagen als ehemalige Stadtbefestigung Ochtrups waren und sind zum Teil noch der stadtbildprägende Grüngürtel, der jedoch aktuell nur noch teilweise als solcher erkenn- und nutzbar ist. Die Wälle bilden in Ochtrup ein historisches Alleinstellungsmerkmal. Als denkmalgeschützter Teil der historischen Altstadt mit zum Teil starken Bezügen zur historischen Bebauung sollte die Wallanlage daher in ihrer Funktion und Gestaltung weiter entwickelt werden.

Wir betrachten die aktuellen Beratungen und Vorschläge, einen Spielplatz im Bereich des Nordwalls zu installieren, als kontraproduktiv. Sie widersprechen den Vorschlägen des STEK. Im Rahmen des Konzeptes war ausdrücklich der Bereich des Südwalls einschließlich des Valverde del Camino Platzes für einen neuen Spielplatz vorgesehen, da dieses Areal die Fußgängerzone mit einbezieht. Zudem sollte der Grüngürtel wieder hergestellt und geschlossen werden.

Zur Aufwertung der Ochtruper Wälle beantragen wir deshalb folgende Maßnahmen.

  • Südwall:
    Die Brunnenanlage und der sich daran anschließende Südwall soll zu einer Spielanlage im Sinne des STEK ausgearbeitet werden. Im Bereich der Brunnenanlage gibt es für Bürger und Touristen Hinweise auf die ehemalige Funktion als Feuerlöschteich. Dieser wurde als Konsequenz des Stadtbrandes im 16. Jahrhundert dort angelegt.

  • Ostwall:
    In diesem Bereich soll nach Möglichkeit der Grünstreifen mit Bäumen wieder aufgewertet und die Parkflächen so integriert werden, dass die Walloptik wieder erkennbar wird. Wichtig ist es, die Sichtachse des Ostwalls auch bei bevorstehenden Baumaßnahmen zu erhalten um die Verbindung des Grüngürtels zum Nordwall zu schaffen.

  • Nordwall:
    In diesem Teil des Walls wäre es aus Sicht der CDU möglich, den vom Bildhauer Joseph Krautwald geschaffenen Stadtbrunnen, der früher am heutigen Pottbäckerplatz stand, wieder aufzustellen. Der Brunnen bildet die Stadtgeschichte ab und könnte mit Verweisen auf den ehemaligen Armenhook am Nordwall ergänzt sowie durch Sitzmöglichkeiten bereichert werden.

  • Nördlicher Bereich des Westwalls:
    Anschließend an den Nordwall gilt es den in den 1950er Jahren als „Heinrich- bzw. später Hermann-Laurenz-Platz“ benannten Brunnenbereich an der Stadthalle an die Grünanlage des Westwalls wieder anzubinden und aufzuwerten.

  • Westwall:
    Insbesondere an der Kreuzung mit der Mühlenstraße bietet es sich an, den Westwall möglicherweise durch ein Modell der alten Bockwindmühle, die hier von 1757 bis 1884 gestanden hat aufzuwerten. Somit würde den Bürgern und Besuchern unserer Stadt wieder deutlich gemacht, weshalb neben dem Stüwwenkopp noch heute ein Mühlstein liegt. Am südlichen Ende des Westwalls wird die Befestigungsmauer saniert und ebenfalls durch eine Schautafel erläutert, wie es auch an den anderen Teilen des Walls erfolgen sollte.

Die Ochtruper Geschichte sollte an verschiedensten Stellen innerhalb der Wälle sowohl für die Ochtruper Bürger als auch für die Besucher erlebbar und visuell sichtbar gemacht werden.

Für die Bürger und Besucher der Innenstadt können die Wallanlagen somit wieder zu einem Naherholungsbereich werden und gleichzeitig die Geschichte des Ochtruper Wigbolds für einen Tourismuspfad abbilden.

Wir beantragen, dass die Stadt diese Maßnahmenvorschläge der CDU dazu verwendet, ein Konzept zur Aufwertung der Wallanlagen zu erstellen und den zuständigen Ausschüssen sowie dem Rat zur Beratung vorlegt.

Mit freundlichen Grüßen

Hajo SteffersJürgen Helker
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